Tarot Karten legen lernen

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    Als ich meine ersten Tarotkarten kaufte, sah ich mir die Karten zunächst an und blätterte dann im Buch. "Ganz schön viel zu lernen" dachte ich mir und begann sozusagen auf Seite 1, um mich dann weiter vor zu arbeiten. Andere beginnen einfach die Karten zu legen und lesen dann im Buch die Bedeutung nach. So als würde man etwas nach einem Rezept kochen. Dann las ich ein anderes Tarotbuch und fand eine ganz andere Interpretation. Ich las ein weiteres und fand wieder neue Interpretationen. Wie soll man da durchsteigen, was die Karten nun wirklich bedeuten?!

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    Erfahrung

    Dann begann ich für verschiedenste Themen die Karten zu legen und versuchte ihre Bedeutung herauszufinden und unter einen Hut zu bringen. Ich versuchte einen roten Faden zu finden und den Zusammenhang zu verstehen. Es war mühsam. Schließlich sah ich ein, dass es lange Zeit in Anspruch nehmen würde, mit allen Tarotkarten vertraut zu werden. Und mir leuchtete schon bald ein, dass Bücher lediglich Interpretationsvorschläge sind und keine hundertprozentigen Tarot-Kochbücher, auf die man sich verlassen kann.

    Dann entdeckte ich eine Methode, die mir sinnvoll erschien, um die Tarotkarten durch eigene Erfahrung zu lernen. Ich zog morgens zwei Tarotkarten für den Tag und ließ sie verdeckt liegen. Am Nachmittag oder Abend drehte ich die Tarotkarten um und ließ noch einmal den Tag an mir revue passieren. Was hatte ich erlebt und wie decken sich meine Erlebnisse mit den Tarotkarten? Wenn man zwei Karten zieht ergänzen oder erweitern sich die Karten und spiegeln ein Bild mit mehr Tiefe wieder.

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    In diesem Beispiel, das ich erst kürzlich zog, hatte ich den ganzen Tag lang damit verbracht, bestimmte Informationen zu sammeln, um ein Problem aufzuarbeiten. Schließlich hatte ich Erfolg. Ich war den ganzen Tag am telefonieren, Emails schreiben und die neuen Informationen in die Tat umzusetzen. Meine schöpferische und rasante Recherchearbeit wird durch den Ritter der Schwerter symbolisiert. Er steht einerseits für Agressivität, andererseits für Schnelligkeit und Kreativität. Er will schnell ans Ziel kommen und ist ungeduldig. 

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    Das As der Scheiben steht für den Erfolg meiner Arbeit, die mich schließlich ans Ziel meiner Bemühungen brachte, weil ich alle Hindernisse bewältigen konnte. Das As der Scheiben wird manchmal als der Meister der Manifestation gesehen, was natürlich auch entsprechende spirituelle Voraussetzungen erfordert (gute Gedanken, gute Worte, gute Taten). Generell steht es für Erfolg im Allgemeinen. Und den hatte ich in diesem Fall. Ich war allerdings überhaupt nicht agressiv oder ungeduldig, sondern wickelte die zu erledigenden Dinge flott und beherzt ab. Ich hatte während der Arbeit natürlich auch ein paar Rückschläge, wo ich z.B. jemanden nicht erreichen konnte. Hier erkennt man die Färbung durch das As der Scheiben, das weicher, pragmatischer und beherrschter ist, als der Ritter der Schwerter.

    Diese Art des Lernens am praktischen Beispiel vertieft das Wissen um den Sinn der Tarotkarten wirkungsvoll und man bekommt mit der Zeit ein Gefühl für die Karten, weil man ein bestimmtes Erlebnis mit ihnen verknüpft. So erwächst zwischen ihnen und den Tarotkarten eine lebendige Beziehung. Man kann also Tarotkarten nicht wie Vokabeln lernen, da sie vielschichtig und lebendig sind, denn sie verkörpern nicht Wörter, sondern Wesen.

    Manchmal, wenn ich bestimmte Tarotkarten sehe, denke ich "ach du schon wieder". Das kann einen natürlich zum Schubladen-Denken verführen, dessen muss man sich auch bewusst sein. Da hilft es, sich selbst zur Offenheit zu ermahnen und nicht vorschnell zu urteilen. Denn manchmal muss man beim Tarot auch" um die Ecke" denken, genau wie ein Detektiv. Deshalb liebe ich Inspektor Poirot so sehr. Er ist für mich ein gutes Beispiel für eine Kombination aus Disziplin, Fantasie und Intelligenz.

    Wie sie sehen lernt man Tarot nicht innerhalb von zwei Wochen oder zwei Monaten. Es kann Jahre dauern, bis man wirklich vertraut wird mit dem Wesen der Karten und dann ist es auch noch von der eigenen Feinfühligkeit, Intuition und Abstraktionsfähigkeit abhängig, welche Qualität das eigene Tarot legen hat.

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