Wie funktioniert Tarot Kartenlegen?

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    Es ist kein Zufall, dass ich dieses Thema nicht an erster Stelle behandeln möchte. Genau wie ich selbst tendieren die meisten dazu, erstmal auszuprobieren. Danach, wenn es nicht klappt kann man immer noch die Anleitung lesen ;-) Wir Menschen sind halt sehr verspielt und das ist ja auch unser Erfolgsgeheimnis. Zumindest aus evolutionärer Sicht.
     

    Materie ist Geist

    Aus technischer Sicht haben wir also unsere Tarotkarten, die aus Karton bestehen. Daran ist erstmal nichts magisches oder geheimnisvolles. Erst wenn man die Natur der Materie als Aggregatzustand des Geistes versteht beginnt die Sache interessant zu werden. Ich hatte schon lange diese Idee mit den unterschiedlichen Aggregatzuständen des Geistes im Kopf. Als ich dann durch den Verkauf durch Ebay Kleinanzeigen einen Wissenschaftler in meiner Küche sitzen hatte, der sich mit Quantenphysik beschäftigte erhielt ich die Bestätigung, dass dem wohl tatsächlich so ist. Materie ist Geist. Geist ist das gewisse Etwas, das man als schöpferische Ursache, Gott oder schöpferische Kraft oder göttliche Kraft oder was immer bezeichnen möchte. Es ist nicht greifbar und dennoch allgegenwärtig. "Es" verfügt über alles Wissen und Informationen und ist überall präsent, im kleinsten sowie im größten.

    Video: der Quantenphysiker Hans-Peter Dürr "Es gibt keine Materie" Teil 1 | Teil 2
     

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    Das ist auch ein Grund, warum Tarot nicht alleine dazu dient, Informationen zu beschaffen, sondern schöpferische Ursachen in Bewegung zu bringen. Aber nochmal zu diesem ominösen Wort "Aggregatzustand". Ich kenne das noch aus der Schule aus dem Chemieunterricht. Wasser hat z.B. die Aggregatzustände fest, flüssig und gasförmig. Wenn Wasser ab 0° C oder kälter zu Eis gefriert ist es fest, danach flüssig und ab 100° C wird es gasförmig und zeigt sich als Wasserdampf. So zeigt sich der Geist auch in verschiedensten Zuständen und Materie ist einer davon. Man könnte sagen, dass unsere analytischen Gedanken dem Zustand gasförmig entsprechen (Schwerter im Tarot), die Psyche dem Zustand flüssig (Kelche im Tarot), und Materie ist dann der Zustand fest (Münzen oder Scheiben im Tarot). Und auf einmal macht das ganze Sinn! 

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    Tarot als Datensichtgerät (Bildschirm)

    Als der Kollege von Sigmund Freud, der schweizerische Tiefenpsychologe C.G. Jung begann, sich mit Tarot zu beschäftigen war Herr Freud gar nicht erfreut. Denn Tarot hatte doch so gar nichts mit Wissenschaft zu tun. Und er wollte keinesfalls als Scharlatan bezeichnet und verspottet werden. C.G. Jung ließ sich jedoch nicht beirren und experimentierte weiter, um durch das Tarot die Vorgänge im Unbewussten sichtbar zu machen. Er nutzte das Tarot also als Datensichtgerät, was man umgangssprachlich Bildschirm nennt. Er formulierte sogar den Begriff "Synchronizität", was Gleichzeitigkeit bedeutet. Durch das Ziehen einer Tarotkarte aus einer Auswahl von verdeckten Karten kann der analytische Verstand keine Auswahl treffen, weil die Karten alle gleich aussehen. Da man jedoch zu einer Entscheidung aufgefordert wird, schaltet sich ein anderer Teil des Bewusstseins ein und trifft die Entscheidung. Wir nennen es Gefühl, Bauchgefühl, Intuition, Eingebung, innere Stimme oder wie auch immer. Und durch diesen Vorgang wird eine Verbindung mit dem Unbewussten hergestellt und durch die Tarotkarten sichtbar gemacht. Dadurch ist es möglich die wahren Beweggründe einer Person (oder sich selbst) zu entdecken, woraus sich wiederum Entscheidungen ableiten können.

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